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Kulturkreis
Gemeinde Betzigau
Rotkreuzstr. 2
87488 Betzigau
Tel: 0831/57502-0

Geschichte in Kürze 

Der Erholungsort Betzigau liegt im landschaftlich reizvollen und abwechslungsreichen Oberallgäuer Voralpenland in einer Höhenlage von 722 m - 942 m.
Seine höchste Erhebung bildet der "Grasberg " mit seinem trigonometrischen Zeichen, der sog. "Hohen Schulter", von der man eine einmalige Rundumsicht über das Illertal in die Oberallgäuer Berge bis zu den Ostallgäuer Alpen mit Blick auf Schloss Neuschwanstein genießen kann.
Bei schönem Wetter ist sogar die Hochgebirgskette der Ammergauer Alpen bis zu den Appenzeller Bergen mit Säntis und Altmann zu erkennen.
  
Die an der ehemals strategisch wichtigen "Römerstraße "Kempten über Epfach bei Schongau nach Salzburg" gelegene ländlich geprägte Wohngemeinde und der aufstrebende Gewerbestandort mit seinen mittlerweile 2775 Einwohner/Innen wurde erstmals im Jahre 1238 als Bezzingowe, was nach den vorliegenden Überlieferungen Au oder Gebiet des Bezzo bedeuten soll, erwähnt.
  
Obwohl das ganze Dorf Betzigau am 15. Juli 1525 nach der Niederlage der aufständigen Bauern von Truchsess Jörg von Waldburg in ein Flammenmeer getaucht wurde, blieb die Kath. Pfarrkirche "St. Afra" unversehrt und stellt heute nicht nur das markanteste, sondern auch das älteste Gebäude der Gemeinde dar.
  
Aus dem im 17. Jahrhundert verfassten "Summarischen Extract" ist zu entnehmen, dass es bereits im Jahre 1439 eine Kirche in Betzigau gab, die den Heiligen Maria, Pankratius, Urban und Margareta geweiht war.
Fürstabt Johannes von Riedheim ließ 1498 in Betzigau eine spätgotische Filialkirche der Pfarrei St. Mang fertig stellen.
Sowohl der spätromanische Kirchturm als auch die bei der Renovierung im Jahre 1998 gefundenen Grundmauern weisen darauf hin, dass er die bereits vorhandene Kirche nur erweitern ließ.
  
Die unter Fürstabt Roth von Schreckenstein 1777 im barocken Stil erneuerte Kirche schmückt
das vom letzten fürstäbtlichen Hofmaler Johann Michael Koneberg hergestellte Deckengemälde in ovalem Stuckfeld, eingerahmt von vier Medaillons und bemerkenswerten Fresken.
Mit viel Gefühl und Sachkenntnis wurde das aus dem Jahre 1625 stammende Bildnis des Hl. St. Martin, das der fürstlich kemptische Holzwart Johan Holtzey stiftete, freigelegt. Die vermutlich im Jahre 1676 hergestellten Seitenaltare bilden zusammen mit dem Hochaltar eine harmonische Einheit.
 


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