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Völk- oder Waldkapelle in Heinzelberg 

Am Fußwege von Betzigau über Heinzelberg nach Stein liegt oberhalb des  sog. „Bachtels“ die Völkkapelle.
Sie befindet sich auch heute noch im Besitz der Familie Völk.
Völk- oder WaldkapelleDen Überlieferungen zufolge, wählte die tiefreligiöse Störnäherin Leopoldine Völk aus dem Weiler Stein bereits im Jahre 1860 den idyllisch am Waldrand gelegenen und von saftigen Wiesen umgebenen Ort aus, um ihre täglichen Gebete zu verrichten.
Nachdem die nach ihren Vorstellungen gebaute Holzkapelle nicht mehr ausreichte, um allen Gläubigen Platz zu bieten, wurde Ende der 1860er Jahre ein Kirchlein aus Stein errichtet.
Schon damals übte dieses kleine Gotteshaus eine besondere Anziehungskraft aus und lud immer mehr Menschen aus seiner näheren und weiteren Umgebung zum Gebet und zur inneren Einkehr ein, so dass es abermals zu klein wurde.

Leopoldine, die maßgeblich zum Bau des steinernen Gotteshauses beigetragen hatte, erkranke schwer und starb im Alter von nur 31 Jahren im Jahre 1874 in Kempten.
Den Altar und die Bestuhlung fertigte der Schreinermeister Philipp Hösle , ebenfalls aus Leiterberg, das Deckenbild „Die sieben Gaben des Heiligen Geistes“ gestaltete der Betzigauer Malermeister Johann Ruess und viele fleißige Helfer/Innen trugen dazu bei, dass noch im Herbst des gleichen Jahres die Einweihung stattfinden konnte.
Den Wunsch Leopoldines nach einer größeren Kapelle verwirklichte ihr Vater im Jahre 1879 mit Unterstützung von Maurermeister Alois Traut aus Leiterberg, der die heutige Kapelle erbaute.

Das würdige Gotteshaus, in dem noch heute Maiandachten abgehalten werden, wurde im Jahre 1997 von den Brüdern Roman und Manfred umfassend renoviert, so dass die „Völk-Kapelle“ in neuem Glanz erstrahlt und wie zu allen Zeiten den Wanderer zur besinnlichen Rast einlädt. 

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